Moderne Logistik bedeutet mehr als nur Transport von A nach B. Kunden fordern heute Value Added Services, die sie entlasten und echten Mehrwert schaffen. Für den Automobilzulieferer Laird Technologies baut DB Schenker in seinem Shared Logistics Center in Hildesheim Autoantennen zusammen. Außerdem werden von hier aus die Bedarfsplanung und die Transporte zum Endkunden gesteuert. So sehen heute integrierte Logistikleistungen aus. Laird spart dadurch nicht nur Kosten, sondern auch CO2 ein.

Flexibilität durch Shared Logistics Center und Value Added Services

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Value Added Services im Reinraum
Auch das ist Logistik: Im Reinraum werden die Einzelteile die Einzelteile der Haifischantennen zusammengesetzt. © Werner Kaiser

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Für Laird Technologies ist Flexibilität ein hohes Gut. Als „First Tier“-Automobilzulieferer muss das Unternehmen optimal auf die Auftragsschwankungen seiner Kunden reagieren und diese just-in-sequence beliefern. Unterstützt wird der Elektronikhersteller dabei durch die Value Added Services von DB Schenker.

Im Shared Logistics Center in Hildesheim übernehmen die Kontraktlogistiker die Endmontage sogenannter Haifischantennen. Eigens dafür richtete DB Schenker eine Montagelinie ein. Um die empfindliche Elektronik vor Schäden durch elektrostatische Entladungen zu schützen, finden Zusammenbau und Lagerung in einem elektrostatisch geschützten Bereich statt.

Speziell geschultes Personal fügt die Elektronikteile aus Fernost mit den Gehäusen zusammen, die im hessischen Fulda produziert werden. Anschließend werden die Antennen für den Transport verpackt. Produktionsspitzen fängt DB Schenker durch flexible Schichtmodelle ab. Das ist einer der großen Vorteile des Shared Logistics Konzepts. Ressourcen wie Lagerfläche, Infrastruktur und Personal werden hier für mehrere Kunden bereitgehalten und können je nach Bedarf flexibel abgerufen werden. Pünktlichkeit bei den Prozessen ist dadurch stets garantiert.

Bedarfssteuerung und Transport

In Hildesheim wird jedoch nicht nur der Zusammenbau, sondern die gesamte Supply Chain der Baugruppe koordiniert. So auch die Bedarfssteuerung der Einzelteile. Damit die Montage nie ins Stocken gerät, sorgen die Mitarbeiter rechtzeitig für Nachschub aus China und Hessen. Dazu bestellen sie die Komponenten und organisieren den Transport.

Sind die Haifischantennen verschraubt und verpackt, führt DB Schenker außerdem die Lieferung an den Endkunden von Laird durch.

[selectivetweet]DB Schenker verschafft @LairdTech Flexibilität durch individualisierte #ValueAddedServices[/selectivetweet]

Die Vorteile: Optimierung der Supply Chain, Kostensenkung, Verringerung des CO2-Footprints

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Dank des integrierten Logistik-Modells aus Transport- und Kontraktlogistik konnte Laird seine Kosten für Lagerung, Produktion und Transport deutlich senken. Außerdem gewann der Zulieferer an Flexibilität. Auf Abrufschwankungen oder Änderungen bei Bestellungen kann durch die räumliche Nähe von Lager und Montage optimal reagiert werden.

Doch nicht nur Laird profitiert, sondern auch die Umwelt. Durch die Value Added Services direkt im Lager bei DB Schenker verkürzt sich der Transportweg. Das spart CO2 ein. Außerdem verringerte sich der CO2-Footprint durch das Know-how der Logistikprofis von DB Schenker. Sie optimierten die Verpackung der Haifischantennen und senkten dadurch das Transportvolumen.

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