Die eingetroffene Ware aus China wird für den Weitertransport vorbereitet. © DB Schenker
Die eingetroffene Ware aus China wird für den Weitertransport vorbereitet. © DB Schenker

Die Corona-Pandemie hat die Welt fest im Griff. Sichere Schutzausrüstung ist daher für das medizinische Personal unabdingbar, um Erkrankte pflegen und behandeln zu können. Nun haben Porsche und DB Schenker das Land Baden-Württemberg und den Freistaat Sachsen dabei unterstützt, Schutzausrüstung aus China nach Deutschland zu bringen.

In unruhigen Zeiten zählen Zuverlässigkeit, Flexibilität und voller Einsatz. Wir freuen uns, dass wir in enger Zusammenarbeit mit Porsche die Lieferketten für wichtige Medizinprodukte aufrechterhalten.

Oliver Seidl
Chief Financial Officer DB Schenker

Hintergrund des Auftrags sind die Bemühungen der Landesregierungen, Ausrüstung für das medizinische Personal und die Bevölkerung zu beschaffen. „Das gute Verhältnis zwischen Porsche und der Landesregierung zahlt sich jetzt aus. Wir lernen, die Vorzüge globaler Unternehmen zu schätzen. Porsche zum Beispiel hat in China ein ganz anderes Netzwerk, als wir es als Landesregierung je haben könnten“, sagt Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. „Das ist eine enorme Unterstützung und eine großartige Sache, wenn Firmen wie Porsche uns dabei helfen, Schutzausrüstungen aus China zu beschaffen.“

Der Sportwagenhersteller hat dafür eine Task Force mit sechs Mitarbeitern aus dem Beschaffungsressort zusammengestellt. Mit seinem Logistik-Partner DB Schenker sorgt Porsche für die reibungslosen Transporte von Schutzmasken, Brillen und Schutzanzügen aus Schanghai nach Deutschland.

Insgesamt geht es um 7400 Kubikmeter Material: Schutzbrillen, Handschuhe, Schutzoveralls, Atemmasken, OP-Masken und Desinfektionsmittel. Bis zu sechs Flugzeuge fliegen seit dem 9. April pro Woche mit dem Material zu den Flughäfen Frankfurt und München. Dort wird die Fracht in Lastwagen umgeladen und zu einem Zwischenlager von DB Schenker am Stuttgarter Flughafen gebracht. Anschließend übernehmen die Landesregierungen von Sachsen und Baden-Württemberg die Verteilung der Schutzausrüstung, um sie bei Krankenhäusern, Rettungsdiensten und weiteren Einrichtungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zum Einsatz zu bringen.

Enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft

Auch Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, lobt die Hilfe: „Das Engagement der beteiligten Unternehmen ist großartig. Das gemeinsame entschlossene Handeln trägt entscheidend mit dazu bei, dass sich die Situation bei der Bereitstellung von medizinischem Schutzmaterial in den nächsten Tagen und Wochen auch in Sachsen weiter verbessern wird.“

Seit Aufnahme der Flüge sind bereits mehrere Millionen Schutzartikel im Zwischenlager in Stuttgart angekommen: Mund-Nasen-Schutz verschiedener Schutzklassen, Schutzanzüge und -brillen. Bis voraussichtlich Ende Mai sollen Schutzmaterialien im Wert eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrags organisiert und aus China nach Deutschland transportiert werden. Bis zu 50 Passagiermaschinen sind für den Transport erforderlich.

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„In unruhigen Zeiten zählen Zuverlässigkeit, Flexibilität und voller Einsatz. Wir freuen uns, dass wir in enger Zusammenarbeit mit Porsche die Lieferketten für wichtige Medizinprodukte aufrechterhalten“, sagt Oliver Seidl, Vorstand für Finanzen DB Schenker. Porsche und DB Schenker verbindet eine langjährige Partnerschaft. So betreibt der Logistiker Ersatzteillager für den Automobilhersteller in China und Südkorea und hat zuletzt auch das neue Ersatzteillager für Porsche in Kanada in Betrieb genommen.

„Bei dieser Kooperation bringt jeder seine Stärken ein, und das klappt hervorragend“, sagt Uwe-Karsten Städter, Vorstand für Beschaffung der Porsche AG. „Wir helfen mit unserer internationalen Supply Chain Expertise – damit die benötigten Schutzmaterialien so schnell wie möglich nach Deutschland geliefert werden und bei den Menschen ankommen, die sie dringend benötigen.“

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