Beim Erreichen der selbstgesteckten Klimaziele setzt DB Schenker auch auf Partner aus der Forschung. Einer davon: das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Das Institut unterstützt Akteure dabei, Logistikinfrastruktur und Logistiksysteme mit Blick auf Nachhaltigkeit zu bewerten. Wir stellen Ihnen zwei der Projekte vor.

Treibhausgas-Emissionen als Investitionsfaktor für Logistikinfrastruktur

Welche Auswirkung besitzt die Investition in Logistikinfrastruktur auf Treibhausgas-Emissionen? Um eine verlässliche Aussage darüber zu ermöglichen, entwickelt das Fraunhofer IML mit dem niederländischen Forschungspartner CE Delft eine Bewertungsmethode. Bau und Betrieb von Terminals sollen dabei genauso berücksichtigt werden wie alle weiteren Faktoren, die direkt oder indirekt den Ausstoß von Treibhausgasen verursachen, zum Beispiel die Verlagerung von Verkehren.

Das Projekt verfolgt einen ganz praktischen Zweck: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) wird die Methode als Faktor bei der Entscheidung einbeziehen, ob ein logistisches Infrastrukturprojekt unterstützt werden soll. Schon in der Antragsphase soll es Anhaltspunkte liefern können, wie sich THG-Emissionen durch geplante Investitionen verändern würden.

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Um dies nutzerfreundlich zu ermöglichen, soll die Bewertungsmethode bis zum Sommer dieses Jahres in ein Berechnungstool umgesetzt werden. Um annähernd genau Ergebnisse zu erhalten, werden außerdem weitere relevante Daten integriert – darunter Informationen zu länderspezifischen Marktentwicklungen und Transporttechnologien. Anschließend will die EBRD das Tool anhand ihrer aktuellen Projekte testen.

Emissionskennzahlen von Logistikstandorten

Logistikstandorte tragen zu etwa einem Prozent zu den gesamten THG-Emissionen Deutschlands bei. Wie hoch der Carbon-Footprint einer Logistikimmobilie ausfällt, kann jedoch stark variieren. So verursacht beispielweise Kühlung einen deutlichen Ausschlag nach oben.

Um verlässliche Aussagen treffen und Werte vergleichen zu können, hat das Fraunhofer IML eine Bewertungsmethode entwickelt. Mit Hilfe von Logistikpartnern testet das Institut das Verfahren aktuell auf Herz und Nieren. „Wir konnten bereits über 30 Unternehmen gewinnen, die uns exemplarische Daten zur Verfügung stellen“, freut sich Dr. Kerstin Dobers, stellvertretende Leiterin der Abteilung „Umwelt und Ressourcenlogistik“ des Fraunhofer IML. „Auch DB Schenker hat uns Zugang zu Daten von insgesamt acht Standorten gewährt.“

[selectivetweet]@FraunhoferIML entwickelt Maßstäbe zur Bewertung von #Treibhausgas #Emissionen. #GreenLogistics[/selectivetweet]

Mit Hilfe der Ergebnisse aus der Marktstudie wird der Bewertungsansatz weiter optimiert. Als Teil der internationalen Initiative Global Logistics Emissions Council (GLEC) kommt er schließlich einem größeren Ganzen zugute: der Entwicklung eines Standards zur Bewertung des Carbon Footprints gesamter Supply Chains. Mit seiner Hilfe können Emissionen und Nachhaltigkeit von Wertschöpfungsketten noch genauer betrachtet und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Bei der Erreichung seiner Klimaziele kann davon auch DB Schenker profitieren.

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