Heimspiel für Hertha BSC gegen FC Augsburg: Am ersten Spieltag der Bundesliga-Rückrunde in diesem Jahr verfolgten tausende Zuschauer das Heimspiel von Hertha BSC im Berliner Olympiastadion. Während sich Augsburger und Berliner abkämpften, sorgte DB Schenker für perfekte Stadionlogistik. Der Denkmalschutz in der fast 80 Jahre alten Arena macht das zu einem anspruchsvollen Unterfangen!

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Schon am Vortag herrscht rund um das Olympiastadion geschäftiges Treiben: Die Stadion-Logistiker von DB Schenker rücken an. Zwölf Mann beschäftigt das Unternehmen für den Aufbau und zwölf weitere für den Abbau nach Spielende – ein Zwei-Schicht-Betrieb an jedem der Spieltage. Zwei Mitarbeiter hissen 80 Flaggen mit den Logos von Hertha BSC und der Sponsoren. Andere Crew-Mitglieder befestigen Werbebanner an den Gittern des 800 Meter langen Außenumlaufs und im Innenraum des Stadions. Auf Gabelstaplern rollen die Module herein, die zusammen dann die Mannschaftsbänke am Spielfeldrand bilden.

Die historische Bausubstanz ist tabu

„Seit 2007 sind wir für die Stadionlogistik von Hertha BSC verantwortlich“, sagt Axel Schiek, Leiter Messelogistik International DB Schenker Fairs, nach dem Spiel. Das denkmalgeschützte Stadion wird vom Berliner Erstligisten für jedes Heimspiel eigens angemietet. „Das bedeutet auch, dass wir jedes Mal vieles neu auf- und abbauen müssen, was in den anderen Stadien zwischen den Spielen einfach drin bleiben kann“, sagt Schiek. Dabei darf sein Team auf keinen Fall in die historische Bausubstanz eingreifen: „Bohren ist tabu – stattdessen bringen wir alle Banner jedes Mal neu mit Kabelbindern oder Clips an.“

Mehrstündiger Aufbau

Ein paar Meter weiter haben Arbeiter Teppiche ausgerollt: grünen Kunstrasen als optische Verlängerung hinter dem echten Rasen sowie 3-D-Teppiche. „Aus einer bestimmten Kameraperspektive sieht das Motiv dann dreidimensional aus, als würden die Buchstaben stehen“, erklärt Schiek. Das funktioniert aber nur, wenn die Logistiker die Teppiche zentimetergenau positionieren. Teppiche, Fahnen und Banner müssen aber nicht jedes Mal extra angeliefert werden: Die Crew nutzt für sie Lagerräume im Westteil des Stadions.

Vom Spieleraufgang aus, der Treppe, über die die Herthaner und ihre Gegner den Rasen betraten, koordiniert Schiek den Aufbau, als Ansprechpartner für sein Team, den Kunden Hertha BSC und auch die anderen Firmen, die später ebenfalls noch etwas aufzubauen oder herzubringen haben, etwa die Caterer und TV-Sender.

[selectivetweet]Bohren ist tabu – nur eine Herausforderung für #Logistik im denkmalgeschützten Olympiastadion[/selectivetweet]

Leichtes Spiel für die Crews

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„Wir stimmen uns eng mit den Technikern der TV-Sender und den Greenkeepern des Platzes ab“, sagt Schiek. So muss zuerst DB Schenker die Teppiche verlegen, bevor die Kameraleute ihre Technik aufstellen und der Platzwart Tore aufbauen lassen kann. Und bei aller Eile gilt: Der Rasen ist heilig! „Wir dürfen ihn nicht betreten“, sagt Schiek.

Nicht alle Bundesligisten vertrauen ihre Stadionlogistik einem professionellen Dienstleister an. „Oft arbeiten die Vereine mit ehrenamtlichen Helfern“, sagt Schiek. „Aber dann muss man eben auch damit rechnen, dass von 100 Helfern mal 20 nicht kommen.“

Als das Spiel um 15.30 Uhr angepfiffen wird, hat die Aufbau-Crew längst Feierabend. Gegen Spielende trifft die Abbau-Crew ein. Während des Spiels steht eine „Standby-Crew“ auf der Tartanbahn bereit – sie greift ein, wenn die Fußball-Profis im Eifer des Gefechts etwas verrücken, zum Beispiel die Schaumstoffbanden.

Eine halbe Stunde nach Abpfiff ist das Stadion wieder ausgeräumt. Mit sechs bis sieben Stunden geht das etwas schneller als der achtstündige Aufbau. „Präzision ist dabei aber genauso wichtig“, betont Schiek. „Damit wir beim nächsten Spiel schnell alles wiederfinden.“

[highlight_area classes=“brand“ headline=“Kontakt“ button=““ button_link=““ button_target=“_blank“ icon=“false“]Axel Schiek
Leiter Messelogistik International DB Schenker Fairs
E-Mail: axel.schiek@dbschenker.com
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